Natriumcyanid: Gesundheitsgefahren und Erste-Hilfe-Maßnahmen


Natriumcyanid: Gesundheitsgefahren und Erste-Hilfe-Maßnahmen Natriumcyanid Gesundheitsgefahren Erste-Hilfe-Maßnahmen Nr. 1Bild

Natrium Zyanid ist eine hochgiftige Chemikalie, die schwere Gesundheitsrisiken für den Menschen birgt. Dieser Artikel zielt darauf ab, die Gesundheitsrisiken zugeordneten Natriumcyanid und skizzieren Sie die entsprechenden Erste-Hilfe-Maßnahmen im Falle einer Exposition zu ergreifen.

Gesundheitsgefahren

Natriumcyanid hemmt Atmungsenzyme und führt so zu intrazellulärer Asphyxie. Akute Vergiftungen können durch Inhalation, orale Einnahme oder perkutane Absorption auftreten. Bereits die Einnahme von 50–100 mg Natriumcyanid kann möglicherweise zum plötzlichen Tod führen.

Bei Patienten, die nicht sofort sterben, verläuft der klinische Verlauf typischerweise in vier Phasen:

  1. Prodromalstadium: Zu den Symptomen zählen Schleimhautreizungen, verstärkte und tiefere Atmung, Müdigkeit, Kopfschmerzen. Bei Verschlucken tritt ein Taubheitsgefühl an der Zungenspitze und in der Mundhöhle auf.

  2. Dyspnoe-Stadium: Gekennzeichnet durch Atembeschwerden, erhöhten Blutdruck und ein leuchtend rotes Erscheinungsbild der Haut und Schleimhäute.

  3. Krampfstadium: In diesem Stadium kommt es zu Krampfanfällen, Koma und Atemstillstand.

  4. Lähmungsstadium: In diesem letzten Stadium kommt es zur völligen Muskelentspannung, gefolgt von einem Atem- und Herzstillstand, was schließlich zum Tod führt.

Eine langfristige Belastung mit geringen Mengen an Cyanid kann zur Entwicklung des neurasthenischen Syndroms, zu Reizungen der Augen und der oberen Atemwege und sogar zu Hautausschlägen führen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hautkontakt

Kontaminierte Kleidung sofort ausziehen und die betroffene Stelle mindestens 5 Minuten lang gründlich mit fließendem Wasser oder einer 20%igen Natriumthiosulfatlösung spülen. Sofort einen Arzt aufsuchen.

Eye Contact

Heben Sie sofort die Augenlider an und spülen Sie die Augen mindestens 15 Minuten lang gründlich mit viel fließendem Wasser oder Kochsalzlösung aus. Suchen Sie anschließend einen Arzt auf.

Inhalation

Bringen Sie die betroffene Person umgehend aus dem kontaminierten Bereich an die frische Luft. Stellen Sie sicher, dass die Atemwege frei bleiben. Bei Atembeschwerden Sauerstoff verabreichen. Bei Atem- und Herzstillstand sofort künstliche Beatmung (Mund-zu-Mund-Beatmung vermeiden) und externe Herzdruckmassage einleiten. Amylnitrit inhalieren und sofortige ärztliche Hilfe veranlassen.

Verschlucken

Geben Sie dem Verletzten reichlich warmes Wasser zum Erbrechen. Führen Sie anschließend eine Magenspülung mit einer 1:5000 Kaliumpermanganatlösung oder einer 5%igen Natriumthiosulfatlösung durch. Verbringen Sie den Verletzten unverzüglich zur weiteren Behandlung in eine medizinische Einrichtung.

Angesichts der extremen Toxizität von Natriumcyanidist beim Umgang mit dieser Chemikalie äußerste Vorsicht geboten. Im Falle einer Exposition können rasche Erste-Hilfe-Maßnahmen die Überlebenschancen deutlich verbessern und die Schwere der Schäden verringern.

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