Reduzierung des Natriumcyanidverbrauchs bei der Goldkonzentratlaugung

Reduzierung des Natriumcyanidverbrauchs bei der Goldkonzentrat-Laugung (Natriumcyanid-Cyanidierungsverfahren, Extraktion, Abbildung 1)

Einführung

In der Goldgewinnung ist die Cyanidlaugung ein weit verbreitetes Verfahren zur Goldgewinnung aus Goldkonzentrat . Natriumcyanid spielt dabei eine entscheidende Rolle, da es mit Gold zu löslichen Goldcyanidkomplexen reagiert, die anschließend zur Goldgewinnung weiterverarbeitet werden können. Der hohe Verbrauch an Natriumcyanid treibt jedoch nicht nur die Produktionskosten in die Höhe, sondern gibt aufgrund der Toxizität des Cyanids auch Anlass zu erheblichen Umweltbedenken. Daher ist die Entwicklung effektiver Methoden zur Reduzierung des Natriumcyanidverbrauchs bei der Goldlaugung aus ökonomischen und ökologischen Gründen von großer Bedeutung.

Faktoren, die den Natriumcyanidverbrauch beeinflussen

Mineralogie von Goldkonzentrat

Die Zusammensetzung des Goldkonzentrats hat einen erheblichen Einfluss auf den Natriumcyanidverbrauch . Mineralien wie Pyrit, Pyrrhotin, Chalkopyrit und andere Sulfidminerale können während der Laugung mit Cyanid und Sauerstoff reagieren. Pyrit beispielsweise kann in Gegenwart von Sauerstoff und Cyanid oxidiert werden, wodurch verschiedene Eisen-Cyanid-Komplexe entstehen und Cyanid verbraucht wird. Auch Kupferminerale können einen erheblichen Cyanidverbrauch verursachen. Kupfer bildet stabile Cyanidkomplexe, und bei einem hohen Kupfergehalt in der Laugungslösung muss die Natriumcyanidkonzentration erhöht werden, um die Goldlaugungsaktivität aufrechtzuerhalten, was den Cyanidverbrauch weiter steigert.

Auslaugungsbedingungen

PH Wert

Der pH-Wert der Lauge ist ein entscheidender Faktor. Cyanid kommt in verschiedenen Formen bei unterschiedlichen pH-Werten vor. Bei niedrigem pH-Wert kann Cyanid zu Cyanwasserstoff hydrolysieren, einer flüchtigen und schädlichen Substanz. Um dies zu verhindern, wird der pH-Wert des Laugesystems üblicherweise hoch gehalten, typischerweise bei etwa 10–11.5. Ein zu hoher pH-Wert kann sich jedoch negativ auf den Laugeprozess auswirken, beispielsweise durch Verringerung der Aktivität bestimmter Enzyme oder Ausfällung von Metallionen, was die Laugeeffizienz beeinträchtigen und den Cyanidverbrauch erhöhen kann.

Belüftung und Sauerstoffversorgung

Eine ausreichende Sauerstoffzufuhr ist für die Goldoxidation und die Bildung von Gold-Cyanid-Komplexen unerlässlich. Unzureichende Belüftung oder ein niedriger Sauerstoffgehalt können die Lauge verlangsamen, was zu einer unvollständigen Extraktion führt und möglicherweise die Zugabe von mehr Cyanid erforderlich macht, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Andererseits kann übermäßige Belüftung zu einer unnötigen Oxidation anderer Mineralien im Konzentrat führen und so den Cyanidverbrauch erhöhen.

Strategien zur Reduzierung des Natriumcyanidverbrauchs

Vorbehandlung von Goldkonzentrat

Oxidative Vorbehandlung

Oxidative Vorbehandlungsmethoden können Cyanid verbrauchende Mineralien in Goldkonzentraten eliminieren oder modifizieren. Rösten ist ein gängiges Verfahren. Dabei werden durch Erhitzen des Konzentrats in Gegenwart von Sauerstoff Sulfidmineralien oxidiert und eisenhaltige Mineralien in stabilere Formen umgewandelt, wodurch ihre Reaktivität mit Cyanid bei der anschließenden Laugung verringert wird. Rösten hat jedoch Nachteile wie einen hohen Energieverbrauch und potenzielle Umweltbelastung. Die Biooxidation mit Mikroorganismen wie Thiobacillus ferrooxidans ist eine schonendere, energieeffizientere und umweltfreundlichere Alternative. Sie oxidiert selektiv Sulfidmineralien, entfernt effektiv Cyanid verbrauchende Mineralien und senkt den Natriumcyanidbedarf bei der Laugung.

Flotation zur Kupferentfernung

Enthält Goldkonzentrat einen signifikanten Anteil an Kupfermineralien, kann die Flotation als Vorbehandlungsschritt eingesetzt werden. Durch die Trennung der Kupfermineralien vom goldhaltigen Anteil wird der Cyanidverbrauch durch die Bildung von Kupfercyanidkomplexen deutlich reduziert. Das verbleibende goldreiche Konzentrat kann anschließend einer Cyanidlaugung mit geringerer Natriumcyanid-Dosierung unterzogen werden.

Optimierung der Laugungsbedingungen

Kontrolle des pH-Werts

Die Aufrechterhaltung eines angemessenen und stabilen pH-Werts ist unerlässlich. Kalk wird üblicherweise verwendet, um den pH-Wert der Lauge einzustellen. Kalk erhöht nicht nur den pH-Wert, um die Cyanidhydrolyse zu verhindern, sondern trägt auch zur Reduzierung des Cyanidverbrauchs bei, indem es die Kupferlaugungsrate beeinflusst und die Bildung bestimmter Cyanid verbrauchender Verbindungen verhindert. Die Kalkmenge muss jedoch sorgfältig kontrolliert werden, da zu viel Kalk zur Ausfällung nützlicher Metallionen führen oder die Viskosität der Lauge erhöhen und so die Diffusion der Reaktanten behindern kann. Experimentelle Untersuchungen zeigen, dass die Zugabe von etwa 1–2 kg/t Kalk zur Einstellung des pH-Werts auf etwa 10.5–11.5 oft gute Ergebnisse bei der Reduzierung des Cyanidverbrauchs bei gleichzeitiger Beibehaltung hoher Goldlaugungsraten erzielt.

Optimierung der Belüftung

Um eine effiziente Goldlaugung mit minimalem Natriumcyanideinsatz zu gewährleisten, muss die Belüftungsrate optimiert werden. Die meisten Goldcyanidierungsanlagen verwenden ölfreie Niederdruckkompressoren zur Luftversorgung. Techniken wie die Installation einer kleinen Haube am Ende der Luftzufuhrleitung zur Erzeugung zahlreicher Bläschen mit kleinem Durchmesser können die Kontaktfläche zwischen Sauerstoff und Lauge vergrößern, die Goldoxidationseffizienz verbessern und unnötigen Cyanidverbrauch reduzieren. Der Einbau eines Rückschlagventils zur Verhinderung von Luftrückfluss stabilisiert zusätzlich das Belüftungssystem. Die Anpassung der Belüftungsrate an die Eigenschaften des Konzentrats und die Laugungsbedingungen trägt dazu bei, eine optimale Sauerstoffkonzentration in der Lösung aufrechtzuerhalten, die Goldlaugung zu fördern und den Cyanidverbrauch zu reduzieren.

Verwendung von Zusatzstoffen

Bleihaltige Zusatzstoffe

Die Zugabe bleihaltiger Additive wie Bleinitrat vor der Cyanidlaugung kann den Natriumcyanidverbrauch senken. Bleiionen reagieren mit Verunreinigungen wie Sulfidionen im Goldkonzentrat und bilden unlösliche Niederschläge. Dadurch wird deren Einfluss auf den Laugungsprozess und den Cyanidverbrauch reduziert. Beispielsweise kann bei der Laugung von Golderzen mit hohem Sulfidmineralgehalt die Zugabe von 300–600 g/t Bleinitrat zusammen mit einer 2–3-stündigen alkalischen Vorbehandlung den Natriumcyanidverbrauch von 2500–3000 g/t auf 1200–1500 g/t senken und die Goldlaugungsrate um 2–4 % erhöhen.

Alternative Auslaugmittel oder Zusatzstoffe

Bestimmte alternative Laugemittel oder Additive können zusammen mit Cyanid eingesetzt werden, um den Cyanidverbrauch insgesamt zu reduzieren. Glycin, eine ungiftige, recycelbare und biologisch abbaubare Aminosäure, ist eine solche Option. In einigen Fällen konnte durch die glycinbasierte Laugungstechnologie eine deutliche Cyanidreduzierung erreicht werden, während die Goldausbeute vergleichbar mit herkömmlichen Cyanidlaugungsmethoden blieb. Die Zugabe spezifischer Tenside kann zudem die Benetzbarkeit der Goldpartikel und die Diffusion der Reaktanten in der Lauge verbessern und so möglicherweise dazu beitragen, den Natriumcyanidverbrauch etwas zu senken.

Fazit

Die Reduzierung des Natriumcyanidverbrauchs bei der Goldkonzentrat-Laugung ist eine komplexe, aber entscheidende Aufgabe. Durch das Verständnis der Einflussfaktoren auf den Cyanidverbrauch und die Umsetzung von Strategien wie Vorbehandlung, Optimierung der Laugungsbedingungen und Einsatz von Additiven lassen sich signifikante Reduzierungen erzielen. Dies kommt Goldminenunternehmen wirtschaftlich zugute, da die Produktionskosten sinken und die mit dem Cyanideinsatz verbundenen Umweltrisiken gemindert werden. Kontinuierliche Forschung und Innovation in diesem Bereich werden voraussichtlich zukünftig zu effizienteren und umweltfreundlicheren Goldgewinnungsverfahren führen.

  • Zufälliger Inhalt
  • Heiße Inhalte
  • Heißer Bewertungsinhalt

Das könnte Sie auch interessieren

Online-Nachrichtenberatung

Einen Kommentar hinzufügen:

+8617392705576WhatsApp-QR-CodeQR-Code scannen
Hinterlassen Sie eine Nachricht für eine Beratung
Vielen Dank für Ihre Nachricht, wir werden uns in Kürze bei Ihnen melden!
Absenden
Online-Kundenservice